The Second Cousins -
«Bloody Tears»

BurroBeat | Ser.Daia.Songs | SDS-002

Deep Blues aus der Schweiz

Von Richard Koechli

«Deep Blues» wird die traditionelle Musik aus Chicago, Louisiana oder Mississippi inzwischen genannt, und Musik dieser Art hört man hierzulande nicht alle Tage. Umso wohltuender, wenn hin und wieder eine glaubwürdige Perle erscheint, und deep ist sie vom ersten bis zum letzten Ton! Eine treffsichere Mischung aus elektrischem Chicago-Blues, rauhen Mississippi-Tönen, versumpftem Louisina-Feel und lebensfrohen New Orleans-Grooves. Swingend, schweisstreibend, hypnotisierend. Nett und Bislin wechseln sich ab in Gesang und Gitarre, das gesamte Quartett harmoniert prächtig. Beide Sänger erzählen eigenwillig intonierend ihre Stories; aus dem Leben gegriffen und meilenweit weg von jeder Parodie.

Konzertdaten

Freitag, 2. April 2021, ab 21 Uhr

HEAVEN Music Club
Hauptstrasse 35
8362 Balterswil

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Bislin & Forlin

The Genuine Blues Duo

Kurt Bislin  Gesang, Gitarre
Tino Forlin  Klavier, Orgel

Genuine Blues [genuine = authentisch, echt] … Kurt Bislin und Tino Forlin gehen weit zurück zu den Wurzeln des Blues, bar aller Anklänge an all die heute modernen Ausprägungen dieses Genres. In ihrem Verständnis hat der Blues ganz wenig mit drei Akkorden, schnellen Soli und dunklen Sonnenbrillen zu tun ... vielmehr aber mit der Seele und dem Rhythmus dieser Musik, die ihren Weg so unmittelbar und aufrichtig in das Innerste des Menschen findet. Und "Bislin & Forlin" halten es mit Muddy Waters’ Harpspieler Mojo Buford: "Blues ist in seiner musikalischen Form vielleicht einfach, aber gerade das ermöglicht es, ihn im Zusammenspiel der beteiligten Musiker spontan immer wieder neu zu schaffen."

Im Repertoire von "Bislin & Forlin" finden sich Songs aus dem reichen Fundus des Blues der letzten hundert Jahre, eigene Kompositionen und auch mal die eine oder andere Southern-Soul-Trouvaille. In dieser kleinen Besetzung kommt die Musik ganz nahe zum Publikum, der Rahmen ist intim, die Lautstärke moderat.

Kurt Bislin spielte schon seit einiger Zeit mit der Idee, solo oder im Duo persönlicher, näher an seine musikalischen Roots zu gehen und die Tiefen seines geliebten Blues ganz ohne Netz und doppelten Boden auszuloten. In Tino Forlin fand er einen Mitmusiker und notabene Weggefährten aus alten Tagen, der bereit war, sich auf das Projekt einzulassen.

In den frühen Achzigerjahren des letzten Jahrhunderts kreuzten sich die Wege von Tino Forlin und Kurt Bislin ein erstes Mal. Mit ihrer Band "Bluecaster" spielten sie über Jahre sehr erfolgreich landauf und landab. Nach Auflösung der Band blieb der Kontakt bestehen, und so traf man sich musikalisch wieder 1991 bei der Recording Session zu Larry Burtons Album "Hustler’s Paradise" in den Soto Sound Studios in Chicago.

Konzertdaten

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Doug Legacy & Kurt Bislin

Doug Legacy  Gesang, Piano, Akkordeon
Kurt Bislin  Gesang, Gitarre

Doug Legacy und Kurt Bislin verbindet eine lange und enge Freundschaft. Sie tourten über die Jahre mit Kurt Bislins D.Biters immer wieder in Europa. Daraus resultierte 2005 das brilliante Album «Sittin’ On Top Of The World».

Musikerkollegen von Doug Legacy steuerten dazu noch das eine oder andere Solo bei. So treffen sich auf dem Album u.a. Waddy Wachtel (Keith Richards, Bob Dylan), Lee Thornburg (Tower Of Power), Jimmy Z. (Rod Stewart, Eurhytmics) oder Dougs alter Bandkollege und begnadeter Slide-Gitarrist Mark Shark mit Cla Nett, dem Schweizer Blues-Urgestein und Gewinner des ersten Swiss Blues Awards.

Nun sind die beiden zum ersten Mal als Duo unterwegs. Sie möchten in diesem Setting näher zu ihrem Publikum kommen und ihre Musik in intimerem Rahmen präsentieren. Doug Legacy mit überragender Stimme und mitreissendem Piano- und Akkordeon-Spiel und Kurt Bislin mit rauhem Gesang und authentischer Blues-Gitarre präsentieren ein packendes, abwechslungsreiches Programm aus Blues, New Orleans Style Piano Tunes, Voodoo-Soul, Zydeco und Cajun-Music.

Konzertdaten

DIE FRÜHJAHRS-TOUR 2020 IST BEENDET.

Infos zu weiteren Plänen folgen ...

George “Mojo” Buford

* 10. November 1929
† 11. Oktober 2011

Mojo Buford wurde nahe Hernando, Mississippi geboren, wo seine Eltern eine kleine Farm besassen. 1943 zogen sie nach Memphis. Bereits mit fünf begann er auf der Harp zu üben und mit siebzehn spielte er für Geld bei House-Parties und Fish-Fries draussen auf dem Land. “Sicher erinnere ich mich an den ersten Auftritt”, sagte Buford, “es war eine Hausparty in Holly Springs, Mississippi, und ich machte fünf Dollar. Ich habe nie in den Clubs und Bars an der Beale Steet gespielt. Das war eine ziemlich rauhe Gegend. Ich schielte nach Chicago. Dort ging’s so richtig ab in den frühen Fünfzigerjahren.”

1954 in Chicago angekommen, gründete Buford seine Band “The Savage Boys”. Sie erregten schliesslich Muddy Waters’ Aufmerksamkeit, und er buchte sie als “The Muddy Waters, Jr. Band” für Clubs wie Smitty’s Corner an der 35. und Indiana, wenn er selbst ausserhalb von Chicago spielte. Buford arbeitete in den späten 50ern als Hausmeister für die Universität von Chicago, als ihm Muddy Waters seinen Fahrer Vestie Sanders schickte und ihn holen liess. George Smith hatte gerade die Band verlassen und Waters wollte auf Tournee gehen. Buford blieb drei Jahre bei ihm.
“Ich machte bei Muddy nur etwa $100 oder so die Woche und ich musste an meine Familie denken. So zog ich nach Minneapolis, um mir in der dortigen boomenden Bluesscene, die ich auf meinen Tourneen mit Muddy Waters ‘entdeckt’ hatte, selbst einen Namen zu schaffen. Die Blues-Fans dort oben schätzen uns wirklich”, erinnerte sich Buford, der seinen Übernamen “Mojo” vom Publikum des Madison Bar-B-Que an der 29. und Nicollet in Minneapolis in den frühen 60ern erhielt. “Die wollten ‘Got My Mojo Working’ ständig hören. Sie fragten drei, vier Mal pro Abend danach.”

Zurück in Chicago stieg Mojo Buford zum zweiten Mal bei Muddy Waters ein, um James Cotton zu ersetzen. Sie bereisten die USA, Kanada, Australien und Europa. Auf einer Europa-Tour konnte Mojo endlich Aufnahmen mit Muddy machen. Nach zwei Jahren kehrte er in die Twin Cities zurück. Während der 70er-Jahre ging Mojo noch zweimal mit Waters auf Tour, blieb jedoch in Minneapolis wohnhaft.

In den späten 80ern unterschrieb er bei Blue Loon und brachte die Hit-Single “Champagne & Reefer”/“Early One Morning” heraus, die dann 1993 zum von der Kritik hochgelobten Album “Harpslinger” führte. 1996 folgte “Still Blowin’ Strong” und 1998 “Home Is Where My Harps Is”. 1999 ist sein Live-Album “Champagne & Reefer” auf Fedora Records erschienen. Er hat es, zusammen mit Bob Margolin, seinem Bandkollegen aus Muddy-Waters-Zeiten, und Chico Chism und Band in Phoenix, AZ, aufgenommen. 1998, während einer Europa-Tournee als Gast bei Larry Burton, war Mojo Buford bei eine Live-Aufnahme in der Schweiz mit dabei. Das Larry-Burton-Album “Live At PJ’s Blues Stop” erschien dann im folgenden Jahr. Buford singt drei Songs und spielt Harmonica auf allen Aufnahmen.

Mojo Buford

& The Donkey Biters

Live At “GRUETLI The Club”


Mojo Buford (Gesang, Harp)
Benno Rupp (Gitarre)
Chrigel Burkhard (Gitarre, Gesang)
Koni Eisenhut (Bass)
Kurt Bislin (Schlagzeug, Gesang)