The Raindogs

Chicago Callin'


Kurt Bislin
Gesang (Songs 1, 4, 5 und 8)
Mundharmonika (Songs 3, 7 und 8)
Chorgesang

Benno Rupp
Gitarre
Slide-Gitarre (Song 8)

Norman Marogg
Gitarre (alle Songs ausser 2)

René Mehrmann
Bass
Chorgesang

Ordy Somchai Sihaampai
Schlagzeug


Gäste

Aron Burton
Gesang (Songs 2 und 6)
Chorgesang

Zora Young
Gesang (Songs 3 und 7)
Chorgesang

Christian Willisohn
Klavier (alle Songs ausser 1 und 8)
Chorgesang

Kurt Bislin, Zora Young, Ordy Somchai Sihaampai, Benno Rupp, Christian Willisohn, Aron Burton, René Mehrmann, Norman Marogg (von links nach rechts)

Etwas Geschichte ...

Benno Rupp und Kurt Bislin haben Aron Burton 1985 im Musikclub "Limmatquai 82" in Zürich kennengelernt. Er hatte da ein dreiwöchiges Engagement als Bandleader und Bassist und begleitete für je eine Woche verschiedene Solo-Künstler. Die beiden kannten natürlich seinen Namen, war er doch einer der gesuchtesten Bassisten in Chicago. Er spielte unter anderen mit seinem Schwager, dem Slide-Guitar-Master Johnny Littlejohn, Eddie Clearwater oder James Cotton. Aron Burton und seine Band, zusammengesetzt aus seinem Bruder Larry Burton an der Gitarre, A.C. Reed am Saxofon, Alan Batts an den Keyboards und Casey Jones am Schlagzeug, wurden von Texas-Blues-Star Albert Collins für die Aufnahmen zu seinem ersten Album für Alligator Records engagiert. Sie wurden dann zu den Original Icebreakers, nahmen in der Folge weitere Alben mit Collins auf und begleiteten ihn über viele Jahre als seine Tour-Band.

Burton war nicht nur ein herausragender Bassist, sondern auch ein wunderbarer Sänger. Er machte es sich später zur Gewohnheit, etwa das halbe Jahr in Europa zu verbringen, hauptsächlich in Kopenhagen. Dort hat er mit der Kenn Lending Blues Band sein erstes Solo-Album "Usual Dangerous Guy" eingespielt, mit Champion Jack Dupree am Klavier. Das Album enthält ausschliesslich eigene Kompositionen und zeigt so auch seine Stärken als Songwriter.

Obwohl die zwei Blues-Enthusiasten eine gute Stunde von Zürich entfernt lebten, fuhren sie wenn immer möglich ins "Limmatquai 82", um ihrem neuen Freund zuzuhören und mit ihm zu reden. Aron Burton flog anschliessend zurück nach Chicago, und kurz darauf trafen auch die beiden Schweizer zum ersten Mal in der Stadt ein. Burton lud sie ein, für die Zeit in seinem Haus auf der Westside zu logieren. Er zeigte ihnen Chicago und die grossartige Blues-Szene und machte sie mit vielen der legendären Bluesmusiker, die damals noch lebten, bekannt. So trafen sie Junior Wells, Sunnyland Slim, Moose Walker oder Eddie Clearwater, um nur einige zu nennen. Das bedeutete die Welt für die beiden ...

Kurt Bislin und Benno Rupp planten, zusammen mit ihrer Band "The Raindogs" ihr erstes Album aufzunehmen. Da sie wussten, dass Aron Burton im Herbst 1987 erneut für drei Wochen ins "Limmatquai 82" kommen würde, entstand die Idee, ihn einzuladen, ein oder zwei Songs auf dem Album zu singen. Er war sofort mit dabei und spielte so seine zwei eigenen Songs "Seven Day Blues" und "Spirit" ein. Auf dieser Tour hatte Burton eine aufstrebende, junge Sängerin in der Band, die wunderbare Zora Young. Am Klavier spielte der grossartige Christian Willisohn aus München, einer der besten deutschen New Orleans Blues- und Boogie-Pianisten. Es brauchte nicht viel, um die beiden zu überzeugen, bei den Aufnahmen ebenfalls mitzumachen. Zora Young sang so zwei Songs, ihre Eigenkomposition "Bad Track Records” und Kokomo Arnolds' "How Long", und Christian Willisohn glänzte auf dem ganzen Album mit hervorragendem Klavierspiel.

"Chicago Callin'" erschien dann kurz darauf und erhielt von überall begeisterte Kritiken. Das führte in den folgenden Jahren zu verschiedenen Tourneen. Zum Beispiel spielten "The Raindogs", featuring Aron Burton and Christian Willisohn (leider ohne Zora Young) an so prestigeträchtige Festivals, wie dem Montreux Jazz Festival, dem Paléo Festival in Nyon oder dem Out In The Green in Frauenfeld ...

Nun, über 35 Jahre später, war es an der Zeit, das alte 1/4-Inch-Masterband hervorzuholen und zu schauen, ob die Musik, die vor so langer Zeit darauf festgehalten worden war, immer noch da war. Es war ein sehr spezieller Moment, als Toningenieur Little Konzett das Tape in seine alte Studer-Bandmaschine einspannte und den Play-Knopf drückte. Und hier war es ... frisch wie vor Jahrzehnten! Nach einigen kleinen Anpassungen, die den modernen Klangerwartungen und dem heute grösseren Frequenzumfang geschuldet waren, wurde die Aufnahme in die digitale Welt entlassen.

Aron Burton und Benno Rupp sind leider nicht mehr unter uns. Aber der Rest der Truppe ist, verteilt über die ganze Welt, immer noch da. Zora Young lebt in Chicago, der Schlagzeuger Ordy Somchai Sihaampai ist zurück in seinem Heimatland Thailand und Christian Willisohn macht, was er immer macht, er spielt überall in Europe. Kurt Bislin singt und spielt den Blues mehr denn je, während René Mehrmann und Norman Marogg dieser Tage etwas unter dem Radar fliegen.

Chicago Callin'
(Benno Rupp/Kurt Bislin/SUISA)

Seven Day Blues
(Aron Burton/Drop Top Music/BMI)
Aron Burton, Gesang

How Long
(Kokomo Arnold/Spikedriver Music/ASCAP)
Zora Young, Gesang

Do This Town Tonight
(Edward Harrington/Cleartone Pub./BMI)

North St. Louis 943
(Benno Rupp/Kurt Bislin/SUISA)

Spirit
(Aron Burton/Drop Top Music/BMI)
Aron Burton, Gesang

Bad Track Record
(Zora Young/BMI)
Zora Young, Gesang

Louisiana Further
(Benno Rupp/Kurt Bislin/SUISA)


Alle Rechte an der Produktion vorbehalten
© 2021 – SUISA


Aufgenommen, gemischt und gemastert im November 1987 im New Sound Studio, Päffikon/SZ, Schweiz, von Etienne Bron

Digitalisiert, klanglich aufgearbeitet und neu gemastert im February 2021 im LITTLE BIG BEAT Studios, Eschen, Liechtenstein, von Little Konzett

Produziert von The Raindogs und Aron Burton
Exekutivproduzenten: The Raindogs und Four Roses Management
Digitale Postproduktion: Kurt Bislin

Titelfoto: Michael Bühler
Bandfoto: Etienne Bron
Umschlaggestaltung: Kurt Bislin


Spezieller Dank an Aron Burton, Zora Young, Christian Willisohn, Willie Burton, Kurt Müntener, Michael Bühler, Etienne Bron, Pedro Hirt und Cesarino, Peter Keller, André Kurmann und Juh, Clemes Löpfe, Joe Morscher, Heinz Rohrer, The Limatquai 82, B.L.U.E.S. on Halsted, The Kingston Mines


The Second Cousins -
«Bloody Tears»

BurroBeat | Ser.Daia.Songs | SDS-002

Deep Blues aus der Schweiz

Von Richard Koechli

«Deep Blues» wird die traditionelle Musik aus Chicago, Louisiana oder Mississippi inzwischen genannt, und Musik dieser Art hört man hierzulande nicht alle Tage. Umso wohltuender, wenn hin und wieder eine glaubwürdige Perle erscheint, und deep ist sie vom ersten bis zum letzten Ton! Eine treffsichere Mischung aus elektrischem Chicago-Blues, rauhen Mississippi-Tönen, versumpftem Louisina-Feel und lebensfrohen New Orleans-Grooves. Swingend, schweisstreibend, hypnotisierend. Nett und Bislin wechseln sich ab in Gesang und Gitarre, das gesamte Quartett harmoniert prächtig. Beide Sänger erzählen eigenwillig intonierend ihre Stories; aus dem Leben gegriffen und meilenweit weg von jeder Parodie.

Konzertdaten

− − −

Bislin & Forlin

The Genuine Blues Duo

Kurt Bislin  Gesang, Gitarre
Tino Forlin  Klavier, Orgel

Genuine Blues [genuine = authentisch, echt] … Kurt Bislin und Tino Forlin gehen weit zurück zu den Wurzeln des Blues, bar aller Anklänge an all die heute modernen Ausprägungen dieses Genres. In ihrem Verständnis hat der Blues ganz wenig mit drei Akkorden, schnellen Soli und dunklen Sonnenbrillen zu tun ... vielmehr aber mit der Seele und dem Rhythmus dieser Musik, die ihren Weg so unmittelbar und aufrichtig in das Innerste des Menschen findet. Und "Bislin & Forlin" halten es mit Muddy Waters’ Harpspieler Mojo Buford: "Blues ist in seiner musikalischen Form vielleicht einfach, aber gerade das ermöglicht es, ihn im Zusammenspiel der beteiligten Musiker spontan immer wieder neu zu schaffen."

Im Repertoire von "Bislin & Forlin" finden sich Songs aus dem reichen Fundus des Blues der letzten hundert Jahre, eigene Kompositionen und auch mal die eine oder andere Southern-Soul-Trouvaille. In dieser kleinen Besetzung kommt die Musik ganz nahe zum Publikum, der Rahmen ist intim, die Lautstärke moderat.

Kurt Bislin spielte schon seit einiger Zeit mit der Idee, solo oder im Duo persönlicher, näher an seine musikalischen Roots zu gehen und die Tiefen seines geliebten Blues ganz ohne Netz und doppelten Boden auszuloten. In Tino Forlin fand er einen Mitmusiker und notabene Weggefährten aus alten Tagen, der bereit war, sich auf das Projekt einzulassen.

In den frühen Achzigerjahren des letzten Jahrhunderts kreuzten sich die Wege von Tino Forlin und Kurt Bislin ein erstes Mal. Mit ihrer Band "Bluecaster" spielten sie über Jahre sehr erfolgreich landauf und landab. Nach Auflösung der Band blieb der Kontakt bestehen, und so traf man sich musikalisch wieder 1991 bei der Recording Session zu Larry Burtons Album "Hustler’s Paradise" in den Soto Sound Studios in Chicago.

Konzertdaten

− − −

Doug Legacy & Kurt Bislin

Doug Legacy  Gesang, Piano, Akkordeon
Kurt Bislin  Gesang, Gitarre

Doug Legacy und Kurt Bislin verbindet eine lange und enge Freundschaft. In den 90er-Jahren war Kurt Bislin als Tour-Manager für Doug Legacy und seine Zydeco Party Band auf ihren Europa-Tourneen tätig. Sie blieben in Kontakt und trafen sich schliesslich anlässlich eines dreiwöchigen Solo-Engagements von Doug Legacy in der Zentralschweiz wieder. Er spielte einem Hotel am nebligen Vierwaldstättersee und bat Kurt Bislin, am Wochenende mit seiner Band vorbeizukommen und ihn bei seinen Club-Shows zu begleiten. Das klappte so gut, dass man beschloss, dieses Projekt weiterzuführen ... und so tourten sie in den frühen 2000er-Jahren immer wieder zusammen in Europa.

2005 spielten Doug Legacy und Kurt Bislin mit seinen Donkey Biters in den legendären Schweizer Powerplay Studios das brilliante Album «Sittin’ On Top Of The World» ein. Musikerkollegen von Doug Legacy steuerten dann noch das eine oder andere Solo bei. So treffen sich auf dem Album u.a. Waddy Wachtel (Keith Richards, Bob Dylan), Lee Thornburg (Tower Of Power), Jimmy Z. (Rod Stewart, Eurhytmics) oder Dougs alter Bandkollege und begnadeter Slide-Gitarrist Mark Shark mit Cla Nett, dem Schweizer Blues-Urgestein und Gewinner des ersten Swiss Blues Awards.

Nun sind die beiden als Duo unterwegs. Sie möchten in diesem Setting näher zu ihrem Publikum kommen und ihre Musik in intimerem Rahmen präsentieren. Doug Legacy mit überragender Stimme und mitreissendem Piano- und Akkordeon-Spiel und Kurt Bislin mit rauhem Gesang und authentischer Blues-Gitarre präsentieren ein packendes, abwechslungsreiches Programm aus Blues, New Orleans Style Piano Tunes, Voodoo-Soul, Zydeco und Cajun-Music.

Konzertdaten

− − −